Aus der Rubrik Wissenswertes heute mal Butter bei die Fische – hättet ihr es gewusst? Hering gibt es bei uns meisten in Schrippe oder Küstennahe auch als Brötchen bezeichneten Weißmehl-Korpus mit Blattsalat, Zwiebel oder so, entweder als Salzhering (Matjes) oder in Essig und Gewürzen eingelegt als Bismarckhering. Dabei ist der Bismarckhering fast sowas wie Norddeutsche Sushi, wird er doch auch gleich roh eingelegt. Seinen Namen verdankt er der Sage nach einem Besuch von Reichskanzler Bismarck 1864 in Flensburg, nach einem kleinen Abstecher zu den Schauplätzen des damaligen Deutsch-Dänischen Krieges vertilgte dieser den eingelegten Hering und der Wirt benannte de Fisch dann nach dem Reichskanzler. Eine andere Herkunftsgeschichte benennt einen cleveren Fischhändler aus Stralsund, der ein Fass Fisch nach Berlin schmeckte. Nach dem Dankesschreiben vom Kanzler dann gleich noch eins hinterher – mit der Bitte den Hering nach ihm (Mittlerweile vom Fürst zum First Chancellor aufgestiegen) nennen zu dürfen. Dummerweise soll das Beweisschreiben bei dem Bombenangriff am 6. Oktober 1944 vernichtet worden sein.

Belassen wir es bei dem angebliche Zitat: “Wenn Heringe genauso teuer wären wie Kaviar, würden ihn die Leute weitaus mehr schätzen.”

Was manche aber nicht wissen, der Hering gehört zur gleichen Familie wie die Sardine oder der atlantische Bunker (Menhaden). Mag man beim Atlantikbunker nicht gleich an Grillfisch denken, beim Hering tun es auch nicht viele.

Dabei kann man mit dem Fisch auch das machen – was eine echte alternative zum ums Gürkchen wickeln ist.

Auch bleibt beim Outdoor Grillen des Herings die Küche olfaktorisch unbeeinträchtigt, was einem spätestens am nächsten Morgen freuen wird.

 

Wie mache ich es:

Grillrost mit einer halben Zitrone (auch Zwiebel) gut abreiben, verhindert das anbacken der Haut. Den ausgenommenen Hering mit einem Gemisch aus Zitronensaft, Knoblauch und etwas Olivenöl beträufeln. Auf den Grillrost legen, je nach Hitze ca. 4 Minuten je Seite, einmal wenden. Guten Appetit!

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